„Neue Arbeit“, „Mischarbeit“, „Tätigkeitsgesellschaft statt Erwerbsarbeits-gesellschaft“. Literaturstudie zum Stand der Debatte um erweiterte Arbeitskonzepte

Eine Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung

Projektleitung: Univ.-Doz. Dr. Beate Littig (IHS)

Projektbearbeitung: Mag. Markus Spitzer (ÖIN), Univ.-Doz. Dr. Beate Littig (IHS)

Die Verfechter der neuen Arbeitsentwürfe argumentieren aus unterschiedlichen Gründen für eine Erweiterung des traditionellen Erwerbsarbeitsbegriffs als gesellschaftliches Leitkonzept. Es geht dabei grundsätzlich um die Aufwertung und Anerkennung von Eigenarbeit, Reproduktionsarbeit oder bürgerschaftlichem Engagement als der Erwerbsarbeit gleichberechtigte und gesellschaftlich notwendige Tätigkeiten.

Je nach gesellschaftlicher Situation, wissenschaftlicher Herangehensweise und politischökonomisch aktuellen Problemstellungen richtete sich das Interesse an neuen Arbeitsentwürfen im Laufe der Jahre auf unterschiedliche Bereiche. Ende der 60er begann die Diskussion in der neuen Frauenbewegung, Ende der 70er war die wachsende Arbeitslosigkeit ein wichtiger Grund für die weitere Beschäftigung mit dem Thema, in den 90ern verschärfte sich die Krise der fordistischen Arbeitsgesellschaft und umweltpolitische Einwände traten in die Diskussion ein.

Aus diesen unterschiedlichen Herangehensweisen entstanden Konzepte mit unterschiedlichen Schwerpunkten, von der Gleichberechtigung über die Herstellung von Vollbeschäftigung bis zur Eindämmung von nicht nachhaltigem Wachstum.
Das politische Interesse an neuen Arbeitsentwürfen scheint erst im Zuge der gegenwärtigen Finanzkrise, der Ausweitung von Kurzarbeit, steigender Arbeitslosigkeit und hoher Staatsverschuldung sowie einem nicht absehbaren Ende der Krise neu zu erwachen.
Vor diesem Hintergrund soll das Forschungsprojekt eine Bestandsaufnahme der gegenwärtig diskutierten Konzepte neuer Arbeitsentwürfe vorgenommen werden.

Littig, Beate; Spitzer, Markus (2011): Arbeit neu. Erweiterte Arbeitskonzepte im Vergleich. Literaturstudie zum Stand der Debatte um erweiterte Arbeitskonzepte. Arbeitspapier 229. Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung.
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