Raumaneignung von Kindern im Wiener Stadterweiterungsgebiet

Im Auftrag der Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien; Laufzeit: Dez 2015 – Jun 2016

Projektleitung: Mag. Michaela Leitner (ÖIN)

Projektbearbeitung: Mag. Michaela Leitner (ÖIN)

Raumaneignungsmöglichkeiten von Kindern in ihrer Wohnumgebung sind aufgrund sozialräumlicher Strukturen oft stark eingeschränkt, was weitreichende Konsequenzen für deren Entwicklung haben kann. Zudem gibt es über die Sozialräume von Kindern in den untersuchten neu entstehenden bzw. umstrukturierten Gebieten erst wenige Erkenntnisse.

Zu Beginn des Projekts wird gemeinsam mit 10–12-jährigen SchülerInnen einer Klasse der NMS Anton-Sattler-Gasse (22. Bezirk in Wien) eine lebensweltlich orientierte Sozialraumanalyse unter Berücksichtigung genderspezifischer Aspekte im (teil-)öffentlichen Raum des Stadtviertels Kagran durchgeführt. Unter Anleitung der Wissenschaftlerin des ÖIN erforschen die Kinder die von ihnen an-geeigneten Räume mit verschiedenen Methoden (Nadel-Methode, Autofotografie, Gruppendiskussionen). Gemeinsam mit den SchülerInnen werden Empfehlungen zur Verbesserung der Raumaneignungsmöglichkeiten erarbeitet und an lokale, für die Raumplanung zuständige Stakeholder kommuniziert.

Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse zu – aus der Perspektive der Kinder beschriebenen – Sozialräumen in Wiener Stadterweiterungsgebieten und somit u.a. für die Stadtplanung wichtige Hinweise auf Verbesserungspotentiale für eine kindergerechte bauliche und soziale Gestaltung (teil-)öffentlicher Räume.