COSIMA – Steuerung gemeinschaftsorientierter sozialer Innovationen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung

Unterstützt durch Fördergelder des Austrian Climate Research Program (ACRP, 7. Ausschreibung); Laufzeit: Apr 2015 – Mrz 2017

Projektleitung: Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Helmut Haberl, Mag. Dr. Daniel Hausknost, Dipl.-Ing. Dr. Willi Haas (IFF – Institut für Soziale Ökologie, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)

ProjektpartnerInnen: Dr. Anja Christanell, Mag. Michaela Leitner, Sylvia Mandl, MSc, DI Annette Zeinlinger (ÖIN – Österreichisches Institut für Nachhaltige Entwicklung), Dr. Iris Kunze (GWN – Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit, Universität für Bodenkultur), Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer, Dr. Sabine Hielscher (ZTG – Zentrum für Technik und Gesellschaft, Technische Universität Berlin)

Zu erwartende Erkenntnisse aus dem Projekt:

  • Ein tiefgreifendes Verständnis der Prozesse und phasenspezifischen Herausforderungen klimarelevanter sozialer Innovationen im Feld gemeinschaftsorientierter Nachhaltigkeitsinitiativen
  • Ein systematisches Verständnis der Unterschiede zwischen „top-down“ und „bottom-up“ Prozessen in der Entwicklung und Stabilisierung sozialer Praktiken
  • Die induktive Entwicklung einer Reihe von Politikinstrumenten und Governancemechanismen zur Unterstützung der Entwicklung, Stabilisierung und Verbreitung klimaschonender und adaptiver sozialer Praktiken

Im Zentrum des Projekts steht die Analyse von klimaschonenden sozialen Praktiken in den Bereichen Mobilität, Ernährung und Wohnen in klimaorientierten Gemeinschaften. Ziel des Projekts ist es, herauszufinden, unter welchen Bedingungen klimafreundliche Praktiken angenommen werden und sich stabilisieren können und welche Bedingungen erforderlich sind, damit solche sozialen Innovationen gesellschaftlich breit mit Akzeptanz rechnen können. Auf Basis dieser Analysen sollen Politikinstrumente zur Unterstützung der Stabilisierung und Verbreitung klimarelevanter sozialer Innovationen entwickelt werden. Unter klimarelevanten sozialen Innovationen verstehen wir in unserem spezifischen Projektzusammenhang die zunehmende Akzeptanz neuartiger aber auch altbekannte klimaschonende Praktiken im Alltag, die schrittweise klimabelastende Routinen verdrängen.

Unserer Analyse fokussiert auf gemachte Erfahrungen in zwei unterschiedlichen klimaorientierten Gemeinschaften: Ökodörfern und Klimagemeinden. Während Ökodörfer sich als selbstverwaltete „bottom-up“ Initiativen organisieren, sind Klimagemeinden bestehende Gemeinden, die sich per Beschluss („top-down“) zu bestimmten Maßnahmen zum Klimaschutz verpflichtet haben.

Im Projekt werden verschiedene Phasen der dynamischen Entstehung sozialer Innovation unterschieden: die Entwicklungsphase, die Stabilisierungsphase, und die Verbreitungsphase. Durch partizipative Forschung werden im Rahmen mehrerer Workshops die jeweiligen Praktiken und Praxisnetzwerke in jeder Phase der sozialen Innovation untersucht. Jede Phase ist durch spezifische Herausforderungen gekennzeichnet, die sich jeweils als strukturelle Ermöglichungsbedingungen und Einschränkungen lesen lassen. Die Analyse ermöglicht schließlich die Entwicklung von geeigneten Politikinstrumenten zur Überwindung struktureller Barrieren und zur Stabilisierung und Verbreitung klimarelevanter sozialer Innovationen.

DOWNLOADS

Fallstudienbericht Ökodorf Sieben Linden

Fallstudienbericht Region Beeskow

Fallstudienbericht Ökoregion Kaindorf

Fallstudienbericht Gemeinde Laxenburg

Fallstudienbericht Ökodorf Lebensraum

Fallstudienbericht Ökodorf Pomali

Mandl, Sylvia (2016): COSIMA: Nachhaltigkeits-Studie. Klimabündnis – Zeitschrift von Klimabündnis Österreich, 2016, Heft 02, 07.
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Leitner, Michaela; Mandl, Sylvia (2016): Viele Wege führen zum nachhaltigeren Leben. Engagement von Ökodörfern und im Klimaschutz aktiven Gemeinden. sol Magazin – Solidarität, Ökologie und Lebensstil, Sommer 2016, 164, 25-27.
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