Smart Rebound – Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz durch Rebound-Prävention bei Smart Cities

Eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie; Laufzeit: Nov 2014 – Sep 2015

Projektleitung: Univ.-Doz. Dr. Dietmar Kanatschnig (ÖIN)

Projektbearbeitung: Sylvia Mandl, MSc, Dr. Dietmar Kanatschnig (ÖIN)

Die Studie befasst sich mit der Frage, wie die Erreichung der Zielsetzungen von Smart Cities möglichst effektiv gestaltet werden kann.

Während im Rahmen der bisherigen Smart Cities-Aktivitäten ein weitreichendes Angebot an technischen Lösungen zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz in Städten entwickelt wurde, geht es jetzt vor allem darum eine entsprechende Nachfrage nach diesen technologischen Lösungen bei StadtbewohnerInnen zu wecken. Je größer die Kluft zwischen (technologischem) Angebot und (gesellschaftlicher) Nachfrage ist, umso stärker dämpfen die zu erwartenden Rebound-Effekte die Effektivität der auf erhöhte Ressourcen- und Energieeffizienz ausgerichteten Technologiepolitik. Dem kann durch eine Verbindung von Technik und Umsetzung in einer sozial verträglichen Form, die zu höherer Lebensqualität führt und auch die neuen Lebensformen der jüngeren StadtbewohnerInnen berücksichtigt, entgegengewirkt werden.

Die Studie erarbeitet die Grundlagen zur stärkeren Verbindung von technologischer und gesellschaftlicher Entwicklung und bereitet diese so auf, dass sie in das Smart Cities-Konzept integriert werden können. Das primäre Ziel ist die präventive Verringerung der Rebound-Effekte, wobei neben den ökologischen und ökonomischen Aspekten auch soziale Aspekte wie Leistbarkeit (Stichwort: Energiearmut) und globale Ressourcenfairness (Stichwort: nachwachsende Rohstoffe) berücksichtigt werden.

Im ersten Teil der Studie wird der Energie- und Ressourcenverbrauch entlang der Daseinsgrundbedürfnisse Wohnen, Arbeit, Mobilität, Ernährung, Konsum, Freizeit und Bildung dargestellt. Es wird aufgezeigt, wo die zentralen Ansatzpunkte für eine Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz der städtischen Lebensweisen liegen und wie bzw. unter welchen Voraussetzungen technologische Lösungen zu einer nachhaltigen Ausrichtung dieser Lebensweisen beitragen können (im Sinne eines präventiven Rebound-Managements). Im zweiten Teil werden Handlungsempfehlungen für eine gezielte Vernetzung (gegenseitige Unterstützung) von technologischer und gesellschaftlicher Entwicklung ausgearbeitet, die auch als Grundlage für eine ex-ante-Evaluierung der Zielerreichung von Smart Cities-Aktivitäten genutzt werden können.

Kanatschnig, Dietmar; Mandl, Sylvia (2015): Smart Rebound. Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz durch Rebound-Prävention bei Smart Cities. Endbericht. Wien: Österreichisches Institut für Nachhaltige Entwicklung.