Nachhaltiger Konsum und gesellschaftliche Lebensrealitäten

Eine Studie im Auftrag des Lebensministeriums; Laufzeit: Dez 2008 – Dez 2009

Projektleitung und -bearbeitung: Dr. Anja Christanell (ÖIN)

Es ist für die Nachhaltigkeitspolitik von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie Konsummuster in einer Gesellschaft geprägt und geformt werden und wie durch gesellschaftliche Veränderungen oder persönliche, individuelle Veränderungen tradierte Konsummuster aufgebrochen werden und Räume für neue (nachhaltige) Konsumhandlungen geschaffen werden können.

Eine gezielte Förderung nachhaltiger Konsummuster ist vor allem dann erfolgreich, wenn sie gesellschaftliche Realitäten und Entwicklungen anerkennt und an diese anschließt. Die Heterogenität einer Gesellschaft anerkennend ist es wichtig nicht nur einen Weg zum nachhaltigen Konsum vorzuschreiben bzw. zu propagieren, sondern zielgruppenspezifische Kommunikationsstrategien und nachhaltige Konsumwege zu entwickeln, die den unterschiedlichen Lebenswelten, Lebensphasen und Handlungs-spielräumen von KonsumentInnen gerecht werden.

Die Studie analysiert bereits vorhandenes Wissen zu Konsummustern, Trends im Konsumverhalten und untersucht darüber hinaus, wie und wann in einer Gesellschaft Veränderungen von Konsumgewohnheiten stattfinden. Auf Basis dieses Wissens werden Kommunikationsstrategien erarbeitet, die den Bedürfnissen und Ansprüchen von KonsumentInnen entgegenkommen. Die Studie liefert somit einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zum Politikfeld des Nachhaltigen Konsums.

Christanell, Anja (2009): Nachhaltiger Konsum und gesellschaftliche Lebensrealitäten. Ansätze zur Förderung nachhaltiger Konsummuster unter besonderer Berücksichtigung soziokultureller Einflüsse, gesellschaftlicher Trends und Kommunikationsstrategien. Endbericht. Wien: Österreichisches Institut für Nachhaltige Entwicklung.
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