MY LIFE – MY STYLE – MY FUTURE
Nachhaltige Lebensstile und jugendliche Lebenswirklichkeiten

Im Rahmen der Programmlinie “Sparkling Science” (BMWF);
Laufzeit: Sep 2009 – Feb 2011

Projektleitung: Dr. Anja Christanell (ÖIN)

Projektbearbeitung: Mag. Irma Pelikan, Mag. Michaela Leitner, Dr. Anja Christanell (ÖIN)

Wissenschaftliche Kooperationspartner: Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Soziologie und empirische Sozialforschung, Wien; Verein für Innovation-Bildung-Forschung IBF, Wien

Beteiligte Schulen: BRG Marchettigasse, Wien; AHS Rahlgasse, Wien

Links zum Projekt: Projektbeschreibung, Blog, Facebook, Presse

Im Projekt „MY LIFE – MY STYLE – MY FUTURE” untersuchen SchülerInnen zweier 6. Klassen der Wiener Schulen AHS Rahlgasse und BRG Marchettigasse ihre eigenen Lebensstile und die Lebensstile anderer Jugendlicher an ihren Schulen. Sie erforschen, was im öffentlichen Diskurs und in der Nachhaltigkeitsforschung unter nachhaltigen Lebensstilen verstanden wird und prüfen ihre eigenen Lebensstile auf deren Zukunftsfähigkeit. Darüber hinaus schaffen die Jugendlichen auf Basis der eigenen Forschungsergebnisse Handlungsfelder, in denen sie ihre Lebensstile nachhaltiger gestalten, und kommunizieren ihre Erkenntnisse mit ihren eigenen Ausdrucksmitteln an SchülerInnen ihres Alters, an die wissenschaftliche Gemeinschaft und über Web 2.0 Medien an die Öffentlichkeit.

Die theoretischen Grundlagen für das Projekt bilden aktuelle sozialwissenschaftliche Forschungserkenntnisse zu nachhaltigen Lebensstilen und zielgruppenspezifischer Nachhaltigkeitskommunikation. Das Projekt basiert zum Großteil auf Methoden der empirischen Sozialforschung (Fragebogenentwicklung, Datenerhebung und -auswertung, Fokusgruppen, Gruppendiskussionen, Mind Mapping, Tagebuchführung, teilnehmende Beobachtung, Literatur- und Medienrecherchen, etc.) und zu einem kleineren Teil auf ökologischen Methoden (Ökologischer Fußabdruck, Carbon Footprint) in einem interdisziplinären thematischen Kontext. Die Methoden werden in Abstimmung mit den SchülerInnen und LehrerInnen an den Unterricht angepasst und weiterentwickelt. Die jugendlichen ForscherInnen erheben empirische Daten und können zugleich praktische Veränderungen in ihrem sozialen Umfeld bewirken. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse zu jugendlichen Lebensstilen und der Relevanz von Nachhaltigkeit für jugendliche Lebenswirklichkeiten. Es zeigt auf, in welchen Handlungsfeldern Jugendliche soziale und ökologische Verantwortung übernehmen wollen und welche neuen Symbole, Bilder, Medien die Nachhaltigkeitskommunikation braucht, wenn sie Jugendliche erreichen will.

Ziele des Projektes:

• Das Erforschen des eigenen Lebensstils bzw. der Lebensstile anderer Jugendlicher und der Ausdruckmittel (Sprache, Musik, stilrelevante Produkte, Konsum von neuen Medien, Technologien etc.), über die Jugendliche ihre Lebensstile kommunizieren.
• Das Aneignen von Wissen über nachhaltige Lebensstile, die Bewusstseinsschaffung für die Relevanz von Nachhaltigkeit für die eigene Zukunft, sowie das Verknüpfen von Nachhaltigkeitsansprüchen mit der eigenen Lebenswirklichkeit.
• Das Schaffen von Handlungsfeldern durch die jugendlichen ForscherInnen, in denen Lebensstile von Jugendlichen nachhaltiger gestaltet werden sowie die Kommunikation dieser Handlungsfelder in eigenen, altersgerechten Ausdrucksformen und über neue Medien.

Bertsch, Christian; Christanell, Anja; Leitner, Michaela (2012): Bridging the Gap between Research and Science Education – Potentials and Challenges of authentic inquiry in Research-Education-Collaborations. Proceedings der ESERA Conference 2011, 5.-9.09.2011, Lyon, Frankreich. download

Leitner, Michaela; Christanell, Anja; Bertsch, Christian; Brunner, Karl-Michael (2011): my life – my style – my future. Nachhaltige Lebensstile und jugendliche Lebenswirklichkeiten. Endbericht. Wien: Österreichisches Institut für Nachhaltige Entwicklung.
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Leitner, Michaela (2011): Jugendliche Lebensstile und Nachhaltigkeit. Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Heft 36, 2011, 109-119.
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